Geschichte

1. Peru

Exquisite Kultur & Natur & Wunderbare Landschaft.

Sagenumwoben, faszinierend und exotisch: die Kultur der Inka, ihre geschichtsträchtigen Stätten und Siedlungen und nicht zuletzt die atemberaubende Landschaft Perus locken Jahr für Jahr unzählige Urlauber in den Andenstaat. Peru ist auch landschaftlich mit seiner erstaunlichen Vielfalt eines der spektakulärsten Länder der Erde. Von der Hauptstadt Lima entlang der berühmten Panamericana-Route über Pachacamac, eine der ältesten Städte Lateinamerikas bis nach Cusco: Die Metropole ist der ideale Ausgangsort, um die weltberühmte Ruinenanlage Machu Picchu oder den malerischen Titicacasee, den höchstgelegenen schiffbaren See der Welt, mit seinen schwimmenden Schilfinseln zu besuchen. Oder reisen Sie in aller Ruhe mit der Andenbahn, der größten einspurigen Bahnlinie der Welt und erleben Sie den tiefsten Canyon (Colca bei Arequipa), atemberaubende Landschaften und archäologische Sehenswürdigkeiten.

Geographie und Landschaft

Peru ist mit einer Fläche von knapp 1.285.250 Quadratkilometern das drittgrößte Land Südamerikas. Es ist in drei geographische Regionen unterteilt: Die Küste (Costa) umfasst 11 Prozent der Fläche. Nach Osten steigt das Land abrupt zum Hochland auf, der Sierra mit 27 Prozent der Fläche. Die östlichen Kordilleren der Anden gehen über in das endlose Tiefland Amazoniens (62 Prozent der Fläche).

Erste Kulturen Perus

Die ersten Einwanderer erreichten, wahrscheinlich über die Beringstraße von Asien her kommend, das Gebiet des heutigen Peru um 20.000 v. Chr.

Mutterkultur des Landes Chavin:

Eine der ältesten, heute noch nachweisbaren Hochkulturen hatte ihr Zentrum in Chavín de Huántar, nahe dem heutigen Huaraz gelegen. Sie existierte von ungefähr 800 bis 300 v. Chr. und umfasste große Teile des heutigen Peru. Ein wichtiges Fundstück aus der Chavín-Zeit, die Raimondi-Stele, ist im Archäologischen Museum in Lima zu bestaunen. Nach Abschwächen des Einflusses der Chavín entstanden mehrere regionale Kulturen an der Küste.

Die Moche:

Die Moche oder Mochica-Kultur existierte in den Küsten-tälern rund um Trujillo von 100–800 n. Chr. Bei Ausgrabungen fand man hochwertige Metall- und Keramikarbeiten, darunter besonders viele Keramiken mit erotischen Motiven. Im Larco Herrera Museum in Lima wurde diesen Keramiken ein eigener Saal gewidmet. 1987 wurde bei Huaca Rajada eine bisher unberührte Grabanlage gefunden. Es ist das Grab des Fürsten von Sipán und seines Hofstaates. Die Entdeckung ist eine Sensation und wird mit der des Grabs des Tut-Ench-Amun im Tal der Könige verglichen. Alle diese Schätze kann man im Museo Tumbas Reales de Sipan in der Stadt Chiclayo ansehen. Das Museum gehört zu den 10 schönsten Museen auf den ganzen Welt und wurde 2002 eröffnet.

Die Tiahuanaco-Kultur:

Sie hat sich in der Sierra oder Hochland zwischen Peru und Bolivien entwickelt. In der Blütezeit von 200-600 n. Chr. hatte sie Einfluss auf ein riesiges Gebiet, das großen Teilen der heutigen Länder Peru, Chile, Bolivien und Argentinien entspricht.

Die Chimu-Kultur:

Vor der Eroberung durch die Inka bestand ein großes Reich an der Küste mit Ausdehnung vom heutigen Ecuador bis nach Lima. Kulturelles Zentrum der Chimú (1250 – 1470) war die damals größte Stadt Südamerikas Chan Chan mit bis zu 60.000 Einwohnern. Chan Chan war komplett aus Lehmziegeln erbaut und die Grundmauern sind noch heute in der Nähe der Stadt Trujillo zu besichtigen.

Die Paracas-Kultur:

Aus der Paracas-Kultur ging eine neue Kultur hervor, deren Zentrum nur wenig weiter südlich lag: die Nasca-Kultur (200 – 600 n. Chr.). Berühmt geworden sind die Nasca durch die deutsche Mathematikerin und Geographin Maria Reiche, die ihr Leben der Erforschung der sogenannten Nasca-Linien widmete. Die Nasca kannten Schädeloperationen zu medizinischen und kultischen Zwecken. Anhand der Ausstellungsstücke im Goldmuseum in Lima kann man sehen, dass die Patienten dies überlebten.

Die berühmteste Hinterlassenschaft, die mysteriösen, kilometerlangen geometrischen Figuren und bis zu hundert Meter großen Abbildungen im Sand der Nasca-Ebene können aufgrund ihrer Größe nur vom Flugzeug aus betrachtet werden. Am Regionalflughafen in Nasca gibt es verschiedene Gesellschaften, die den Rundflug über die Linien anbieten.

Im nordöstlichen Andengebiet um die heutigen Städte Tingo, Leymebamba und Moyobamba lebten von 800 bis 1600 die Chachapoya, die „Wolkenmenschen“. Ende des 15. Jh. wurden sie trotz erheblichen Widerstandes durch die Inka besiegt und mussten ihnen fortan dienen. Berühmt ist ihre Festung Kuélap, die man heute noch besichtigen kann.

Das Inka-Imperium

Man hat die Inka die Römer Altamerikas genannt. Um das Jahr 1200 begann sich das Imperium der Inka auszubreiten, erreichte aber erst gegen 1440 seine größte Ausdehnung. Der Name Inka bezeichnete eigentlich nur den jeweiligen Herrscher des Reiches, heute verwenden wir den Ausdruck Inka für die ganze Kultur und Epoche.

Die Inka waren ein kriegerisches Volk mit starkem Expansionsdrang, sie herrschten zeitweise über ca. 200 verschiedene ethnische Gruppen und hatten unter den eroberten Gebieten viele Ressentiments geschürt. In der Blütezeit erstreckte sich das Herrschaftsgebiet vom heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien. Die offizielle Sprache war Quechua, das noch heute von 6 Millionen der peruanischen Bevölkerung gesprochen wird.

Die Inka waren große Bauherren. Sie hinterließen unzählige erdbebensichere Bauwerke, hauptsächlich in der Gegend um ihre Hauptstadt Cusco. Ihre legendären Goldschätze wurden fast vollständig von den spanischen Konquistadoren eingeschmolzen und nach Spanien verschifft. Viele ihrer Bauwerke wurden zerstört und als Steinbrüche verwendet, um koloniale Häuser und Kirchen zu errichten.

Umso bedeutender war die „Entdeckung“ Machu Picchus im Jahre 1911 durch den US-Amerikaner Hiram Bingham.

Die Bewohner der Gegend kannten die Zitadelle natürlich, die durch ihre versteckte Lage dem Blick der Konquistadoren so lange Zeit verborgen blieb. Aber Hiram Bingham war der erste, der Machu Picchu erforschte. Er begann die Ausgrabungen und legte die Fundamente frei. Er nahm mehrere hundert Fundstücke mit in die USA, wo sie lange Zeit in den Kellern der Yale-Universität lagerten. Die Regierung Perus bewegte die Universität dazu, diese Kulturschätze an Peru zurückzugeben. Im Juli 2011 erfolgte dann die Rückgabe von über 4000 Fundstücken.
Machu Picchu kann (noch) relativ uneingeschränkt besucht werden. Es gibt Stimmen, dass, um das Weltkulturerbe zu schützen, es in Zukunft vielleicht nur noch von einem Aussichtspunkt aus der Ferne betrachtet werden kann.

Von der Kolonialzeit zur Republik

Die Ankunft der Spanier unter Francisco Pizarro im Jahre 1532 leitete das Ende der kurzen Herrschaft der Inka ein. Der Zeitpunkt war günstig für die Spanier. Das Reich war durch einen Bruderkrieg zwischen den gemeinsamen Herrschern Atahualpa und Huáscar geschwächt und viele unterdrückte Völker sahen in den Spaniern einen Verbündeten, um ihre Freiheit wieder zu erlangen. Mit einem Trick überlistete Pizarro Atahualpa in Cajamarca und ließ ihn nach einem Schauprozess hinrichten. Atahualpas Ermordung war ein großer Schock für die Bevölkerung, da der Inka für sie einem Gott gleich kam. Ihr Widerstand wurde kurzfristig stark geschwächt. Letztendlich kann man sagen, dass ein Heer von knapp 200 mit Gewehren bewaffneten Reitern ein 40.000 Mann starkes Heer besiegte. Die Spanier gründeten für die Spanische Krone das Vizekönigreich Peru, das sich fast über den gesamten Südamerikanischen Kontinent ausdehnte.

Im Jahre 1780 gab es einen großen Aufstand unter dem indigenen Führer Tupac Amaru II mit dem Ziel der Gleichberechtigung aller Völkergruppen, der aber brachial niedergeschlagen wurde. Ab diesem Zeitpunkt unterdrückten die Spanier die Indigena noch strenger und verboten ihre Sprache, Symbole und Bräuche.

1809 begannen erste Unabhängigkeitsbestrebungen unter der Führung der Venezolaner Simón Bolívar und Antonio José de Sucre und des Argentiniers José de San Martín.

1821 wurde in Peru die Unabhängigkeit von der spanischen Krone proklamiert.

Von 1879 bis 1883 tobte der Salpeterkrieg zwischen Chile und Peru in Allianz mit Bolivien. Beide Gruppen erhoben Anspruch auf die salpeterreiche Küstenregion Antofagasta. Chile gewann den Krieg und Peru musste die Gebiete Arica, Tacna und Tarapacá an Chile abtreten, Bolivien verlor seinen Zugang zum Meer. 1929 erhielt Peru Tacna zurück.

1962 gewann Víctor Raúl Haya de la Torre, Gründer der Revolutionären Amerikanischen Volksallianz APRA, die Präsidentschaftswahl.

Peru in den letzten Jahren

Die Guerillabewegung „Sendero Luminoso“, die eine „historisch notwendige“ Volksrevolution – allerdings ohne die Unterstützung des Volkes – auslösen will, verstärkte um 1982 ihre Aktionen. Erst im Jahre 1992, während der Regentschaft Alberto Fujimoris, konnte der Führer des Sendero Luminoso, Abimael Guzmán, verhaftet werden.

1985 wurde der junge, eloquente Alan García als Vertreter der APRA zum Präsidenten gewählt. Er konnte nicht gegen Sendero Luminoso ankommen, das Land versank in einer schlimmen Inflation.

Der japanischstämmige Alberto Fujimori siegte 1990 bei den Präsidentschaftswahlen in der Stichwahl gegen den Schriftsteller Mario Vargas Llosa. Fujimori konnte mit harten Sparprogrammen und Geldentwertung das Land wieder in ein wirtschaftliches Gleichgewicht bringen. Er wurde im Jahr 1995 wieder gewählt.

Im Dezember 1996 begann das viermonatige Geiseldrama in der japanischen Botschaft durch die Revolutionäre Bewegung Tupac Amaru MRTA. Es endete erst im April des Folgejahres mit Erschießung der Geiselnehmer und Befreiung der 71 Geiseln.

Im Jahr 2000 stellte sich Fujimori zum dritten Mal zur Wahl und gewann die Stichwahl gegen Alejandro Toledo. Weltweit wurde die Korrektheit der Wahlen angezweifelt. Nachdem Korruptionsvorwürfe gegen Fujimoris Geheimdienstchefs Vladimiro Montesinos laut wurden, setzte sich Fujimori heimlich nach Japan ab und erklärte per Fax seinen Rücktritt. Im Dezember 2007 begann die Gerichtsverhandlung wegen der ihm vorgeworfenen Korruption und Menschenrechtsverletzungen. Im Januar 2010 wurde er zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Nach ihm wurde im Jahr 2001 Alejandro Toledo als erster peruanischer Präsident indigener Abstammung gewählt.

2006 wurde Alan García erneut zum Präsidenten gewählt. Garcías neoliberale exportorientierte Politik ließ seine Popularität schnell sinken. Nachdem im Oktober 2008 bekannt wurde, dass einige seiner Freunde und Mitarbeiter in einen Bestechungsskandal verwickelt waren, löste er den Ministerrat auf und besetzte alle Ministerposten neu.

Ollanta Humala siegte 2011 in der Stichwahl gegen Keiko Fujimori, die Tochter des Japanerpresidenten Alberto Fujimori.

Bevölkerung
Die Gesamteinwohnerzahl Perus schätzt man auf 30 Mio. (2010). Davon leben allein 8 Mio. in Lima. Aber auch in anderen Küstenstädten ist der Bevölkerungsanteil des Landes hoch. Die Bewohner Perus leben somit zu 50% an der Küste. Weiterhin leben 40% im Hochland und nur 10% im riesigen Urwaldgebiet. Es dominiert die ethnische Gruppe der Indios mit 48%. Sie unterteilt sich im Hochland in zwei Stämme, die Quechuas und Aymaras, mit eigenen Sprachen gleichen Namens. Hauptlebensraum der Quechua-Indianer ist Cusco und Umgebung. Die Aymaras leben heute rund um den Titicacasee und auf dem Altiplano. Zahlenmäßig folgen den Indios die Mestizen mit 33%, die Weißen mit 12% und die Schwarzen, Mulatten und Asiaten mit 6%.

Die Küstenwüste ist, bis auf die fruchtbaren Flussoasen, in denen schon vor Jahrtausenden Landwirtschaft betrieben wurde, fast vegetationslos.
Im Hochland zeigt sich die Vegetation aufgrund der großen Höhenunterschiede besonders vielseitig: Kakteen, Bromelien, Agaven und der eingeführte Eukalyptusbaum prägen das Landschaftsbild. Hier haben die typischen Andentiere wie Lamas, Alpakas, Guanakos und Vicuñas und auch der majestätische Kondor ihren Lebensraum. Oberhalb 4.000 m wächst fast ausschließlich das als Icchu bekannte Pampa-Gras.
Im tropischen Regenwald enthüllt sich eine unbeschreibliche Vielfalt und Üppigkeit an Flora und Fauna, ganz besonders im Manú-Nationalpark, eines der artenreichsten Gebiete unserer Erde.

Landessprache
80 % der Menschen in Peru sprechen Spanisch. Außerdem werden von der indianischen Bevölkerung vor allem Quechua und Aymara gesprochen.

Religion
Offiziell ist Peru ein katholisches Land. Innerhalb der indianischen Bevölkerung, ganz besonders im Hochland, ist der christliche Glaube mit präkolumbischen und indianischen Religions­praktiken vermischt.

Staatsform
Peru ist eine Präsidialrepublik mit gewähltem Präsidenten. Seit Ende der Militärdiktatur 1980 ist Peru wieder ein demokratisches Land.

Wirtschaft
Über ein Drittel der peruanischen Bevölkerung ist in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei tätig. Wichtigste Exportprodukte sind Erdöl, Fischmehl, Kupfer und Baumwolle. Auch der Tourismus spielt eine bedeutende Rolle.

Klima
Peru liegt auf der Südhalbkugel. Wenn in Europa Winter ist, ist dort Sommer, und umgekehrt. Jedoch sind die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten, bedingt durch die Nähe zum Äquator, wesentlich geringer.
Außer im Wüstenstreifen an der Küste, wo es immer trocken ist, hat Peru eine Trockenzeit (März – Oktober) und eine Regenzeit (November – Februar).

Impfungen
Offiziell sind keine Impfungen vorgeschrieben. Zur größeren Sicherheit können Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus vorgenommen werden. Eine Tetanus-Impfung ist selbstverständlich. Bei Reisen in die Urwaldregionen sind eine Malaria-Prophylaxe sowie eine Gelbfieberimpfung notwendig.

Für Ihre Reise nach Peru empfehlen wir Ihnen, eine Impfung gegen Typhus, Hepatitis A und gegebenenfalls B sowie bei längeren Trekkingreisen gegen Tollwut in Betracht zu ziehen. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich rechtzeitig vor Ihrer Abreise bei Ihrem Hausarzt oder beim nächsten Tropeninstitut. Spätestens zwei Monate vor der Abreise sollten Sie außerdem die Wirksamkeit der bei uns geltenden Standardimpfungen überprüfen, da bei eventuell notwendigen Auffrischungen häufig relativ große Abstände zu Reise-Impfungen einzuhalten sind. Zu den erforderlichen Standardimpfungen gehören die Tetanus-Impfung (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung) und Diphtherie. Für Peru und Bolivien ist laut dem Auswärtigem Amt seit Anfang 2008 eine Gelbfieberimpfung bei Reisen in die Urwaldgebiete vorgeschrieben und wird ggf. auch kontrolliert. Der Schutz gegen Gelbfieber besteht nach einer Impfung für etwa 10 Jahre, die Impfung wird in den gelben Impfausweis eingetragen. Kann dieser nach Aufforderung nicht vorgezeigt werden, können Zwangsimpfungen veranlasst werden. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird außerdem von allen Reisenden verlangt, die aus einem der von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete kommen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Peru. Wichtig: Die Impfvorschriften können sich aufgrund gesetzlicher Regelungen kurzfristig ändern! Sie sollten sich über Infektions- und Impfschutz rechtzeitig vor Ihrer Abreise bei Ihrem Arzt oder beim einem Tropeninstitut informieren.

Gesundheitshinweis
Der Reisende sollte sich über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen rechtzeitig informieren; ggf. sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Auf allgemeine Informationen, insbesondere bei den Gesundheitsämtern, reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird verwiesen.
Außerdem weisen wir darauf hin, dass bei längeren Flügen ein erhöhtes Thrombose-Risiko besteht. Holen Sie auch hierzu ärztlichen Rat ein.

Sicherheit und Gesundheit
Die Zeiten der extremistischen und gewalttätigen Bewegung „Sendero Luminoso“, die eine Reise nach Peru risikoreich machten, sind endgültig vorbei. Heute ist es grundsätzlich kein Problem mehr, in Peru zu reisen. Man sollte sich als Reisender jedoch immer darüber im Klaren sein, dass das Land trotz seiner Beliebtheit als Reiseziel immer noch ein Dritte-Welt-Land ist und Touristen in den Augen der Einheimischen als reich gelten. Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn Diebstähle immer mal wieder vorkommen. Im Allgemeinen kann man den meisten Gefahren jedoch durch logisches Denken und gesunden Menschenverstand aus dem Weg gehen. Hier einige Tipps: Lassen Sie keine Wertgegenstände offen herumliegen – auch nicht im Hotelzimmer. Tragen Sie Ihr Geld und Ihre Dokumente unsichtbar unter Ihrer Kleidung – z.B. in einem Geldgürtel – und lassen Sie Ihre Wertgegenstände in den Hotels gegen eine Quittung im Safe einschließen. Reisen Sie vorzugsweise tagsüber und meiden Sie nachts unsichere und unbeleuchtete Gegenden. Reisen Sie mit renommierten Busgesellschaften und nehmen Sie nur registrierte Taxis. Achten Sie auf verschlossene Kofferräume bei Taxis. Meiden Sie Gedränge und große Menschenmengen bzw. achten Sie in solchen Situationen besonders auf Ihre Wertgegenstände. Gehen Sie nicht allein mit Unbekannten mit, auch wenn sie noch so freundlich sind. Darüber hinaus kann es auf einer Reise durch Peru gelegentlich zu Verzögerungen durch Streiks oder Straßenblockaden kommen, wodurch gegebenenfalls der Reiseablauf kurzfristig geändert werden muss. Dies ist jedoch kein Grund für Beunruhigung und sollte gelassen hingenommen werden.
Gesundheit: Die medizinische Versorgung in Peru ist in teuren Privatkliniken durchaus mit europäischem Standard zu vergleichen. In öffentlichen Kliniken ist der hygienische und technische Standard jedoch oftmals problematisch und es können Verständigungsprobleme mit dem oft rein spanischsprachigen Personal aufkommen. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen an Ihren Reiseleiter oder an die Rezeption in Ihrem Hotel. Oft gibt es in den touristischen Regionen in Südperu sogenannte „Touristenärzte“ die nach europäischen Standard ausgebildet sind und fließend Englisch, manchmal sogar deutsch sprechen. Wir empfehlen auf jeden Fall eine Reisekrankenversicherung sowie eine Reiserückholversicherung abzuschließen. Darüber hinaus sollten Sie eine individuelle Reiseapotheke mitführen. Zu den bei auftretenden Krankheiten gehören unter anderem die Höhenkrankheit (Soroche) sowie diverse Durchfallerkrankungen. In den tropischen Gebieten Perus tritt in seltenen Fällen Malaria auf. Eine gute Vorbeuge durch entsprechende Kleidung und Mückenschutz sowie das Mitführen eines Stand-by-Mittels gegen Malaria halten das Risiko einer Infektion sehr gering.

Elektrizität
Die Spannung beträgt in Peru im Allgemeinen 220 Volt (60Hz) mit Ausnahme von Iquitos, wo die Netzspannung bei 100 Volt (50 Hz) liegt. Die meisten in Europa erhältlichen Elektrogeräte sind auf eine Stromspannung zwischen 110 und 220 Volt ausgerichtet. Manchmal ist eine Umstellung am Gerät möglich. Sicherheitshalber sollten Sie jedoch die Angaben auf Ihrem Gerät überprüfen. Die Form der Stecker ist normalerweise die der amerikanischen Flachstecker. Sie sollten sich also (vorzugsweise bereits zu Hause) einen Adapter anschaffen, wenn Sie während Ihres Aufenthaltes mitgebrachte Elektrogeräte nutzen möchten

Währung/Zahlungsmittel
Die offizielle Landeswährung ist der Nuevo Sol = 100 Céntimos.
Es empfiehlt sich, US-Dollar in bar oder als Traveller-Checks mitzunehmen, die in Banken und Hotels problemlos eingetauscht werden können. Auch Euros können mittlerweise getauscht werden, allerdings zu einem ungünstigen Kurs.
Der offizielle Kurs (Stand Dezember 2002) ist:
1 US-Dollar = 3,65 Nuevos Soles / 1 Nuevo Sol = 0,27 D

Die Höhe
Fast jede Peru-Reise führt Sie auf Höhen bis ca. 4.000 m ü. M. und höher. Gegen die Höhenkrankheit ist eine gute Akklimatisierung das beste Mittel. Bei allen unseren ausgeschriebenen Reisen werden Sie stufenweise, meist über Arequipa (2.300 m), in große Höhen gelangen.
Hinweis
Vermeiden Sie bei der Planung Ihrer Reise Reiseverläufe, die Sie von Lima mit dem Flugzeug direkt nach Cusco führen, vor allem, wenn Sie am selben Tag noch Besichtigungen vorhaben. Das führt in vielen Fällen zu Höhenunverträglichkeit, u. a. verbunden mit starken Kopfschmerzen und Übelkeit.

Einreisebestimmungen

Als Bürger der Europäischen Gemeinschaft benötigen Sie für die Einreise nach Peru grundsätzlich kein Visum, sondern nur einen Reisepass. Der Reisepass sollte bei Reiseende mindestens noch 6 Monate gültig sein.
Für Deutsche, Schweizer und Österreicher ist bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum notwendig. Für die Einreise nach Peru genügt ein ab Datum der Einreise noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass.

Beste Reisezeit
Peru kann das ganze Jahr über bereist werden. Jedoch empfehlen wir Ihnen, die Trockenzeit zwischen März und Oktober zu wählen, da Sie in der Zeit mit besten Wetterverhältnissen rechnen können.